Aktuell

BloG³: ExpertInnen-Evaluierung (Delphi-Befragung inkl. Workshop)
2022-10-03

Das BloG³-Projekt geht in die nächste Runde und öffnet dafür als Follow-Up zum erkenntnisreichen Workshop im April 2021 erneut seine Türen, um im gemeinsamen Austausch mit ausgewählten Expert:innen und relevanten Stakeholdern (u.a. Patient:innen, Ärzt:innen, Pfleger:innen, Kostenträgern, IT-Serviceanbietern, Startups,…) die bisher im Projekt entstandenen Ergebnisse zu reflektieren, evaluieren und konkretisieren. Dabei sollen multiple Perspektiven zu möglichen Verwertungs-, Skalierungs-, Transfer-, sowie Geschäftsmodelloptionen der entstehenden Blockchain-Lösung in einer intersektoralen Struktur von Leistungserbringern im Gesundheitssystem aufgedeckt und untersucht werden.

Zur Ermittlung möglichst relevanter Einschätzungen und zur Generierung eines zuverlässigen Konsens wird dabei die Delphi-Methode angewendet. Unter diesem Begriff versteht man ein systematisches, mehrstufiges Befragungsverfahren mit Rückkopplungsschleifen, das dazu dient, mithilfe der Teilnehmenden zukünftige Ereignisse, Trends oder technische Entwicklungen zu eruieren. Im Konkreten werden hierzu seit Ende September 2022 drei Evaluationsrunden mit den gewonnen Expert:innen durchgeführt, die neben zwei schriftlichen Befragungsrunden auf der mittleren Stufe einen interaktiven Expert:innen-Workshop als Zwischenevaluation umfasst (siehe Abbildung: Vorgehensmodell BloG³-Delphi-Befragung). Der Workshop wird voraussichtlich Mitte November als Online-Veranstaltung mit den teilnehmenden Expert:innen stattfinden.

Die sich aus der Delphi-Befragung ableitenden Empfehlungen stellen eine wichtige Grundlage zur finalen Ausgestaltung der BloG³ Verwertungs- und Geschäftsmodelloptionen zum Projektende 2023 dar.

Abbildung: Vorgehensmodell BloG³-Delphi-Befragung
Blockchain in der Pflege: Erprobung eines pflegebasierten Gesundheitsdatenmanagement im Modellprojekt BloG³
2022-09-15

Am Beispiel der pflegerischen Versorgung von onkologischen Patientinnen und Patienten soll in BloG³ das Potenzial von Blockchain-Lösungen in der Pflege erprobt werden. Vorteile sind die Transparenz des Leistungsgeschehens insbesondere bzgl. der versorgungsrelevanten Informationen und Leistungsdaten zur Vermeidung von Drehtüreffekten, die schnelle und systematische Verfügbarkeit von Informationen (Zugriffsverbesserung), z.B. hinsichtlich von Risikofaktoren, der Intervention im Ernährungsverhalten und der sozialen Teilhabe. Damit können übergreifend bestehende Versorgungslücken überwunden, die Informationsflüsse innerhalb der Versorgungsnetzwerke verbessert und darüber hinaus auch die Verfügbarkeit und die Zugänge zu niederschwelligen Versorgungsangeboten innerhalb der digitalen Pflege-Netzwerke erleichtert werden.

Die pflegerische Betreuung ist Teil eines vielgegliederten ambulanten, teil- und vollstationären Versorgungsspektrums. In der Vergangenheit hat sich hierbei eine Vielfalt von sozialleistungsrechtlichen Anforderungen und damit auch eine heterogene Qualifizierungs- und Vertragslandschaft herausgebildet. Ein wesentliches Steuerungs- und Koordinierungsproblem stellt dabei die sektorale Trennung zwischen den Akutkliniken mit ca. 19 Mio. Behandlungs-fällen pro Jahr (DKG 2021) und der pflegerischen Nachsorge insbesondere im Rahmen der Langzeitpflege für chronisch Kranke mit rund 4,1 Millionen pflegebedürftige Menschen (Statistischen Bundesamts, 2020) dar. Von diesen wurden im Jahr 2020 ca. 800.000 Pflegebedürftige in Pflegeheimen (20%) und 3,3 Millionen (80%) in der eigenen Häuslichkeit versorgt, davon rund 1 Million Pflegebedürftige von ambulanten Pflegediensten Diese unterschiedlichen Entwicklungen stellen erhebliche Anforderungen an die Qualifikation und die durchgehende Datenverfügbarkeit in der Pflege.

Bereits heute werden Pflegeplanungs- und Dokumentationsdaten in den Primärsystemen der Pflege ansatzweise digital gespeichert. Es fehlen jedoch durchgehende, interoperable Standards für den gesicherten Datenaustausch. Die Erfahrungen mit der BloG³-Anwendung wird aus Sicht der Pflege als eine wichtige Lösungskomponente verstanden.

Anknüpfungspunkte aus Sicht des Entlassmanagements
2022-09-07

Kontext Entlassmanagement

Nach erfolgreicher Behandlung im Krankenhaus werden täglich eine Vielzahl von Patienten entlassen. Für einen Teil der Patienten wird eine weitere medizinische, pflegerische oder rehabilitative Versorgung notwendig. Dabei kann der Übergang von Patienten aus der stationären Versorgung in die Weiterversorgung eventuell einem langen Prozess unterliegen, der durch das sogenannte Entlassmanagement geregelt wird. Das Entlassmanagement beinhaltet eine Reihe von Aufgaben, die darauf abzielen den Patienten und seine Angehörigen zu entlasten und eine bedarfsgerechte Nachversorgung zu organisieren. In diese Organisation ist eine große Anzahl von internen (z.B. Ärzte, Pflegepersonal) und externen Akteuren (z.B. ambulante pflegerische Leistungserbringer, Pflegeheime, Fachkliniken, Kostenträger) involviert, weshalb sich dieser Vorgang komplex gestalten kann. Um den Prozess des Entlassmanagements effizienter zu gestalten, ist eine durchgehende Kommunikation mit allen beteiligten Akteuren zwingend erforderlich. Dabei beinhaltet die Kommunikation vor allem die Übermittlung von Daten und Informationen wie beispielsweise Verordnungen und Anträge. Wie komplex sich die Information- und Kommunikationsflüsse zu den nachgelagerten Leistungserbringern wird am Beispiel der Koordination einer onkologischen Anschlussheilbehandlung (onko. AHB) verdeutlicht:

Sektorenschluss durch Digitalisierung

Diese Prozesse sollen durch eine Entlassmanagementplattform unterstützt werden. Sie wird von professionellen Anwendern (Sozialdienst und Casemanagement) eingesetzt und ermöglicht die Vernetzung sämtlicher beteiligter Akteure für den professionellen Austausch relevanter Behandlungsinformationen. Die Plattform ermöglicht einen datenschutzkonformen Austausch von Informationen und sektorenübergreifende Kommunikation sowie eine automatisierte Suche passender Nachsorgeangebote. Aus Sicht der Fachanwender ermöglicht dies zum einen die Ablösung von repitetiven und zeitintensiven Prozessen und zum Anderen eine Vermeidung von Informationsbrüchen – bis hin zur Ablösung des Faxes ;-). Um Prozesse nicht „nur“ zu digitalisieren, sondern neu zu denken, sollen nachgelagerte Sektoren zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt eingebunden werden. Am Beispiel der pflegerischen Nachversorgung bedeutet dies die Umsetzung von Schnittstellen zu den Primärsystemen der Pflege. Bereits zum Zeitpunkt der Versorgungsanfrage aus dem Krankenhaus, können automatisiert die Kapazitäten der Pflegeheime- und Pflegedienste abgefragt und rückgemeldet werden. Kommt ein Behandlungsvertrag zustande, können Patienteninformationen strukturiert weiterverarbeitet werden. Die Daten werden am Behandlungsprozess entlang mehrwertbringend transferiert. In Folge kann die Weiterversorgung so zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt optimal vorbereitet werden.

Anbindung an die Blockchain

Selbiges gilt für eine frühestmögliche Kontaktaufnahme zu den involvierten Kostenträgern. Aus Sicht des Entlassmanagement bietet die Blockchain-Technologie vor allem im Hinblick auf das Antragsmanagement und den allgemeinen Datenaustausch Chancen. Durch Die Kommunikation und Übermittlung von Anträgen und Verordnungen mit Kostenträgern oder weiteren Leistungserbringern nimmt einen wesentlichen Teil der Arbeit ein. Die auf der Blockchain-Technologie basierenden „Smart Contracts“ ermöglichen die digitale und sichere Abwicklung von Verträgen und Vereinbarungen (wie z.B. die Pflegeradeinstufung). Die im Projekt implementierte Blockchain stellt sicher, dass Identitäten eindeutig abgebildet werden und ein vertrauensvoller Datenaustausch über die Sektoren zwischen allen im Netzwerk beteiligten Organisationen erfolgen kann.

Patient im Fokus

Optimalerweise mündet die Anwendung der skizzierten Systeme bei den Fachanwendern in einer Steigerung der Versorgungsqualität beim Patienten. Doch wie kann dieser proaktiv in die Prozesse des Entlassmanagements eingebunden werden? Zur optimalen und transparenten Einbindung in die Entscheidungsprozesse sollen die Daten aus dem EM (z.B. Ergebnisse der Versorgungsanfrage – potenzielle Leistungserbringer) über die Patientenapp zur Verfügung gestellt werden. Denkbar ist auch die selbstständige Nutzung der Plattform, wodurch neben Angehörigen-Partizipation auch ein direkter Zugang zu bestehenden Versorgungsnetzen hergestellt werden kann. Gleichzeitig kann der Patient sonstige EM-relevanten Daten (z.B. Entlassbrief) in seiner App einsehen und diese verwalten. Ein wesentlicher Schritt, um die Datensouveränität des Patienten – nicht nur im Bereich des EM- zu stärken.

Drittes Konsortialtreffen
2022-07-08

Nach Corona-bedingter Abstinenz von Projekttreffen in Präsenz, freuten sich die BloG³ Projektpartner über das erste BloG³-Konsortialtreffen in Präsenz und den damit verbundenen persönlichen Austausch. Das Konsortialtreffen fand vom 05. bis 06.07.2022 in Berlin statt und wurde dort vom Projektpartner Pflegewerk Managementgesellschaft mbH ausgerichtet und vom FZI moderiert. Der Projektpartner nubedian GmbH und der Projektträger des VDI/VDE-IT wurden online zugeschaltet, um die Runde zu komplementieren.

Im Fokus des Projekttreffens stand die Diskussion und Präsentation der aktuellen Projektergebnisse und die strategische Planung zum weiteren Verlauf des Forschungsprojektes. Insbesondere die Demonstration des aktuellen Stands der durch easierLife entwickelten BloG³-Patienten-App und deren Zusammenspiel mit den bereits vorhandenen Netzwerk- und Infrastrukturkomponenten sorgten für ein erfahrbares Erlebnis der gegenwärtigen Projektergebnisse. Ein weiterer zentraler Diskussionspunkt stellte die operative Planung der anstehenden Evaluation dar, in der unter anderem die relevanten Rückmeldungen aller in BloG³ adressierten Interessengruppen in Bezug auf das entwickelte Gesamtsystem abgefragt werden sollen.

Konferenzbeitrag auf der ECIS 2022 in Timișoara
2022-06-24

Auf Grundlage der Konzeptionsarbeit in BloG³ konnte das FZI Forschungszentrum Informatik ein Entscheidungsbaum zur Unterstützung der Wahl eines geeigneten Blockchain-Designs entwickeln und in einer Veröffentlichung zusammenfassen. Jene Veröffentlichung wurde von Christina Erler im Rahmen der 30. European Conference on Information Systems (ECIS) am 23.06.2022 dem wissenschaftlichen Fachpublikum unter dem Titel „Decision model to design a blockchain-based system for storing sensitive health data“ vorgestellt. Die Veröffentlichung ist unter diesem Link verfügbar.

Clickable Mockups
2022-01-24

Die BloG³-App zur Rechteverwaltung des Blockchain-basierten Gesundheitsmanagementsystems, steht vor der Herausforderung, dass in diesem komplexen System für den einzelnen Nutzenden zum einen erkennbar sein muss, welcher Datenlieferant (Arztpraxis, Krankenkasse etc.) welche Informationen über den jeweiligen Patienten vorhält. Zum anderen muss transparent sein, wer auf die jeweiligen Informationen Zugriff hat bzw. wie dieser bei Bedarf gezielt gewährt oder entzogen werden kann.
Zur Umsetzung hat easierLife im Rahmen eines iterativen Prozesses, in enger Zusammenarbeit mit dem Charité CCC (Charité Comprehensive Cancer Center), dem FZI (Forschungszentrum Informatik) und den restlichen BloG³-Praxispartnern Clickable Mockups erstellt. Diese bilden die Kernfunktionen der zu implementierenden App ab und ermöglichen eine realitätsnahe Nachstellung der User Experience.
Als Kernfunktionalitäten haben wir:

  • die Dokumenteneinsicht,
  • die Verknüpfung zu neuen Praxen,
  • die Dokumentenfreigabe,
  • die Datenspende (zu Forschungszwecken),
  • die Self-Assesment-Funktionalität (Gesundheitstagebuch)

nachgebildet. Um realitätsnahe Erfahrungsberichte zu ermöglichen, findet ab Februar 2022 ein User Shadowing im Comprehensive Cancer Center der Charité Berlin statt. Bei diesen werden über einen Zeitraum von drei Monaten onkologische Patienteninnen zu den Clickable Mockups befragt. In einem offenen Leitfaden Interview und mit Hilfe des SUS (System Usability Scale) werden Patienteninnen angeregt über allgemeine Design- und Funktionalität-Aspekte der BloG³-App Auskunft zu geben. Fragen und Anmerkungen gerne an die Doktorandin vor Ort: Frau Caridia (catherine.caridia@charite.de).

Das so gesammelte Feedback hilft uns in der Erarbeitung einer intuitiv bedienbaren Lösung ohne übermäßige Komplexität.

Zweites Konsortialtreffen
2021-10-06

Am 4. und 5. Oktober 2021 fand das zweite Konsortialtreffen unter Begleitung des Projektträgers VDI/VDE-IT statt. Auch in diesem Jahr musste das Treffen coronabedingt online stattfinden. Am ersten Tag setzte sich das Konsortium mit dem aktuellen Arbeitsstand der derzeit laufenden Arbeitspakete auseinander und diskutierte weitere daraus abzuleitende Arbeitsschritte. Speziell im Fokus standen hierbei das gegenwärtige, dezentrale Systemkonzept, dessen Anbindung an die branchentypischen, partnerspezifischen Datenhaltungs- und IT-Systeme, die sich daraus ergebenden Geschäftsmodelle sowie die Gestaltung der Nutzendeninteraktionen mit dem System über die Patientenanwendung. Hinsichtlich der internen Projektorganisation wurden auch die in den kommenden Monaten startenden Arbeitspakete näher beleuchtet und erste organisatorische Schritte diskutiert. Abgerundet wurde der Nachmittag durch einen Impulsvortrag zum Thema „Aktuelle Entwicklungen im elektronischen Pflegemanagement“, welcher gemeinsam von Marius Greuèl (Pflegewerk Berlin) und Bruno Ristok (Geschäftsführer der C&S Computer und Software GmbH) gehalten wurde. Jener Vortrag und die anschließende Diskussion deckten mögliche Anknüpfungspunkte der BloG³-Lösung an laufende (Modell-)Projekte auf (u.a. bezüglich der Telematikinfrastruktur, elektronische Patientenakte, GAIA-X), welche es im weiteren Projektverlauf zu betrachten gilt.

Der zweite Tag des Konsortialtreffens stand ganz im Zeichen des kooperativen Arbeitens und teilte sich in zwei Workshops. Im Rahmen des ersten Workshops wurde die Rahmenbedingungen zur Einbettung der derzeitigen BloG³-Systemarchitektur in die aktuell im Gesundheitswesen vorherrschende Prozesse näher beleuchtet. Die Themen jener Diskussionrunden waren unter anderem „BloG³ aus Perspektive der Leistungserbringer“, „Identitäten im BloG³-System“ und „Wer kann perspektivisch ein BloG³-System betreiben?“.
Den Abschluss des digitalen Treffens stellte ein Workshop zur internen Evaluation der gegenwärtigen Clickable Mockups der Patientenanwendung dar. Mit Hilfe jener Evaluation wurde erstes Nutzerfeedback eingeholt, welchen es nun zu integrieren gilt, um diese in kommender Zeit mittels der daraus ergebenden fortgeschritteneren Mockups mit potentiellen Patienten*innen testen zu können.

Online-Umfrage zum Einbezug der Nutzendenperspektive
2021-10-04

Ein zentraler Aspekt im Rahmen des Forschungsprojektes BloG³ stellt die nutzergesteuerte Freigabe von Gesundheitsdaten über eine Blockchain-basierte Anwendung dar. Zur Gestaltung einer solchen Anwendung ist entsprechendes Nutzerfeedback essenziell, weshalb Ihre Unterstützung gefragt ist!
Gemeinsam mit den BloG³-Projektpartnern hat das Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC) eine Studie entwickelt, um die Anforderungen an die zu entwickelte Plattform zu ermitteln.
Durch Ihre Mitarbeit helfen Sie uns, das Projekt zu verbessern und leisten selbst einen wichtigen Schritt bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Die Teilnahme war bis zum 30.11.2021 möglich.
Bei Rückfragen stehen wir unter der E-Mail-Adresse blog3@charite.de oder telefonisch unter 030-450 564642 zur Verfügung.
Anbei eine ausführliche Studieninformation:

FZI Coffee Call
2021-05-04

Am 4. Mai 2021 hielt Christoph Zimmermann gemeinsam mit Christina Erler im Rahmen der Coffee Call-Reihe des FZI einen Vortrag zum Thema „Die Blockchain für mehr Datensouveränität im Gesundheitswesen – das Projekt BloG³“. Dabei wurden die Grundlagen der Blockchain erläutert und anschließend die verschiedenen Use-Cases des BloG3-Projekts und deren geplante Umsetzung vorgestellt.

Expert*innenworkshop
2021-04-27

Am 27. April 2021 veranstaltete das BloG³-Konsortium im Rahmen des Arbeitspakets zur „Konkretisierung des Stakeholder-differenzierenden Wertversprechens“ einen dreistündigen Expert*innenworkshop. Ziele des Workshops – als Meilenstein vor- und nachbereitender Projektarbeiten – waren insbesondere:

  • Die Evaluation der geplanten Use Cases der entstehenden BloG³-Lösung und das damit jeweils verbundene Stakeholder-differenzierende Wertversprechen
  • Die Identifikation des Wertversprechens der entstehenden BloG³-Anwendung aus Sicht relevanter Stakeholder-Gruppen (zum Beispiel Patient*innen, Angehörige/Zugehörige, stationäre/ambulante Leistungserbringer, unter anderem Ärzt*innen, Pfleger*innen, Kostenträger wie Kranken-/Pflegekassen, etc.)
  • Das Sammeln von Input und Feedback zu den im BloG³-Konsortium aktuell betrachteten Ausgestaltungsalternativen durch Patient*innen und Domänen-Expert*innen

Aufgrund der coronabedingten Bestimmungen fand die Veranstaltung in einem digitalen Format via Cisco WebEx statt.
Hierfür wurden Vertretende der oben genannten priorisierten Stakeholder-Gruppen sowie weitere Themenexpertinnen aus dem Gesundheitswesen eingeladen. Es konnten 15 externe Expertinnen für den Workshop gewonnen werden, darunter insbesondere Patientenvertretende aus folgenden Selbsthilfegruppen: „Haus der Krebsselbsthilfe“, „Frauenselbsthilfe Krebs“, „Leben nach Krebs!“ und „SHG Prostatakrebs Berlin-Nord“ sowie Vertreter der Initiative „Patients4Digital“, die sich für „ein bürgernahes zukünftiges Gesundheitssystem 4.0 einsetzt“ (https://patients4digital.com/). Da in BloG³ der Aspekt der Patientenorientierung besonders priorisiert wird, war das Gewinnen mehrerer Vertretender dieser Interessengruppe für das Projekt von besonderer Bedeutung. Aufgrund des Multi-Stakeholder-Szenarios, welches die entstehende BloG³-Lösung adressiert, lag jedoch ein besonderes Augenmerk auf dem Zusammenspiel der für BloG³ relevanten Stakeholder-Gruppen. Weitere teilnehmende Expertinnen waren somit u.a. ÄrzteÄrztinnen und Pflegekräfte aus dem stationären und ambulanten Bereich sowie Vertreterinnen der Techniker Krankenkasse, der AOK-Nordost und der kv.digital.

Zu Beginn der Veranstaltung erhielten die externen Teilnehmenden zunächst allgemeine Informationen zum BloG³-Projekt, um dann anschließend genauer in die ausgewählten BloG³-Use-Cases eingeführt zu werden. Als Abschluss des einführenden Abschnitts erfolgte eine kurze Vorstellungsrunde aller teilnehmenden Expert
innen mit erstem kurzem Feedback zum ersten Eindruck der vorgestellten BloG³-Lösung. Der Hauptabschnitt der Veranstaltung bestand im Folgenden aus einem Workshop-Szenario, bei dem die Expert*innen jeweils in korrespondierende Stakeholder-Gruppen eingeteilt wurden, die dann im Rahmen von Teilgruppensitzungen jeweils mit Vertretenden des BloG³-Konsortiums die eingangs vorgestellten BloG³-Szenarien diskutierten und evaluierten. Hier erhielten wir außerordentlich wertvollen Input und hilfreiches Feedback zu den betrachteten Use Cases. Im abschließenden Abschnitt gab es, als weitere Anregung der Diskussion, einen Überblick von Seiten des BloG³-Konsortiums hinsichtlich nationaler und internationaler Best Practices von Blockchain-basierten Anwendungsfällen im Gesundheitskontext, ehe die Veranstaltung dann mit einer abschließenden offenen Feedbackrunde mit allen Teilnehmenden endete.

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal explizit bei allen Beteiligten für den angeregten und spannenden Austausch, durch den wir für unser weiteres Vorhaben im Rahmen von BloG³ wertvollste Erkenntnisse erlangen konnten.

Die Freie Universität Berlin als Leiter des dazugehörigen Arbeitspaketes war hierbei hauptverantwortlich für die Organisation, Koordination und Durchführung des Workshops.

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